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Wein ist wieder Anlage-Star

7. März 2017 15:36

GROSSBRITANNIEN (London) – Autos, Uhren oder Gemälde: Alternative Anlageobjekte stehen hoch im Kurs. Und wer in edle Tropfen investiert hat, der konnte im vergangenen Jahr eine besonders gute Rendite erzielen. Wein ist der neue Star unter den alternativen Anlagen. 

 Von Ruth Preywisch

Wer den richtigen Wein im Keller hatte, der wurde im vergangenen Jahr reich belohnt. Laut dem aktuellen Luxury Investment Index, den das britische Unternehmen Knight Frank veröffentlicht hat, erzielte Wein im vergangenen Jahr die höchste Rendite von allen alternativen Anlagegütern.

 Wein – immer eine gute Investition
Wein – immer eine gute Investition

Die Preise edler Weine stiegen laut dem Index im Schnitt um 24 Prozent. Automobile dagegen, die bisherigen Lieblinge unter den alternativen Anlageobjekten, kamen laut Knight Frank mit neun Prozent nur auf die zweitbeste Wertsteigerung. Danach folgten Münzen mit einer Steigerung um sechs Prozent und Uhren mit einer Steigerung um vier Prozent.

Die Zahlen des Luxury Investment Index bezüglich des Weins decken sich auch mit den Zahlen der Londoner Weinbörse. Dort stiegen die Werte verschiedener Wein-Indizes im vergangenen Jahr um rund 25 Prozent.

Der starke Preisanstieg ist laut Experten vor allem der Wiederauferstehung der Top-Bordeaux-Weine geschuldet. Pétrus, Château Mouton-Rothschild und andere erst­klas­si­fi­zierte Gewächse gelten schon lange als begehrte Anlageobjekte, doch der Boom hatte zuletzt nachgelassen. Eine im Jahr 2011 geplatzte Preisblase brachte viele Anleger wieder auf den Boden zurück.

Im Jahr 2015 jedoch begannen die Preise wieder zu steigen und im Jahr 2016 schossen sie fast kometenhaft durch die Decke. Die Top-Bordeaux-Weine zogen den gesamten Weinmarkt mit sich. Und Experten gehen davon aus, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Es werde zwar eine Verlangsamung geben, aber der Trend gehe nach oben, heisst es.

Auch langfristig taugt Wein offenbar als Anlageobjekt. Laut dem Luxury Investment Index verzeichnete er über die vergangenen zehn Jahre Preissteigerungen von knapp 270 Prozent und liegt damit auf Platz zwei, gefolgt von Münzen und Juwelen. Ungeschlagen auf Platz eins liegen aber in der langfristigen Betrachtung nach wie vor teure und vor allem alte Autos. Spitzen-Oldtimer verzeichneten in derselben Zeit einen Preisanstieg von fast 460 Prozent.

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