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Investment in Luxuswein lohnt sich

18. Oktober 2017 19:05

GROSSBRITANNIEN (London) – Die Preise für Weine aus der Oberklasse sind laut dem Frank Knight Luxury Index in diesem Jahr durchschnittlich um 25 Prozent gestiegen. Und das, obwohl Wein schon vorher ein beliebtes Investment war.

Von Ruth Preywisch

Wein als beliebtes Investment
Wein als beliebtes Investment

„Keine andere Anlageklasse erzielte in den vergangenen zwölf Monaten ein zweistelliges Wachstum“, sagte Andrew Shirley, der den jüngsten Luxury-Index für Knight Frank verantwortet. Bewertet wurde das Preiswachstum in zehn Luxusanlagesektoren.

Demnach verzeichnete Wein im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Anstieg, vor den Preisen für bildende Kunst, Oldtimer, Schmuck, antiken Möbeln und Diamanten.

Der Index wird jährlich erstellt und lässt deshalb Vergleiche über längere Zeiträume zu. In den letzten fünf Jahren seien die Preise für gute Weine demnach um 61 Prozent und in einem Zeitraum von zehn Jahren um 231 Prozent gestiegen.

Der Bericht ist der jüngste Indikator für ein Erstarken des globalen Wein-Anlagemarktes in den vergangenen zwei Jahren. „Es ist eine Zeit des Wandels“, sagte Shirley. Die Investitionsmöglichkeiten hätten sich verschoben, Wein mache da eine sehr gute Figur.

Stark seien vor allem französische Weine. Médoc Classified Growths seinen in den letzten drei Jahren im Durchschnitt um 40 bis 45 Prozent gestiegen, der Blue Chip Burgund ist mit 31 Prozent im letzten Jahr und 12 Prozent in diesem Jahr weiterhin sehr stark. Beide hätten durch Knappheit gepaart mit der globalen Nachfrage nach gefragten Produzenten eine durchweg gute Performance hingelegt.

Andere Experten urteilen vorsichtiger, aber immer noch positiv. Der BI-LiveTrade-Index verzeichnete Ende Juni 2017 ein gutes Weinpreiswachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum ist jedoch von Januar bis September 2017 auf 2,5 Prozent gesunken.

Einig sind sich die Experten, dass der Luxus-Weinmarkt stark vom asiatischen und europäischen Handel beeinflusst wird. Rund die Hälfte der Käufer stammt aus Asien. Der Anteil innereuropäischer Einkäufe nehme aber gerade wieder zu, um eine bessere Provenienz und einen einfacheren künftigen Wiederverkauf zu gewährleisten.

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