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Rotweingut Lang – Die dritte Dimension im Rotwein

Rotweingut Lang – Die dritte Dimension im Rotwein
Copyright Rotweine Lang

Das Besondere unterscheidet sich von etwas Gewöhnlichem in wenigen, doch elementaren Dingen: Leidenschaft, Liebe, Herzblut, Vision und harte Arbeit gehören dazu. Werte für die die Rotweine von Andrea und Stefan Lang stehen. Im Mittelburgenland produziert das Winzerehepaar aussergewöhnliche Gewächse, die Lust auf mehr machen.

„Unserer Gesellschaft fehlt die Auseinandersetzung mit den Pflanzen und der Urkraft, die uns umgibt. Vielleicht habe ich auch deshalb ganz bewusst ein Hobby, das mich erdet und mit all dem, was uns umgibt, verbindet.“

Wenn er mit seinem Drachen über die Weiten des Mittelburgenlandes schwebt, dann begegnet Stefan Lang der Kraft der Natur, die er beherrschen, einfangen und kontrollieren will. Doch immer wieder stellt der Grenzgänger dabei fest, dass er zwar von ihr umgeben ist … die Natur jedoch ihren eigenen Kopf hat. Er kann sie lesen lernen, spüren und mit sanfter Hand und Erfahrung versuchen, ihre Verläufe in die richtige Bahn zu lenken. Aber er muss auch lernen, der Kraft der Natur zu vertrauen und sich in ihr fallenzulassen.

„Das Drachenfliegen hat viele Parallelen mit dem Leben im Weingarten“, stellt der 48-Jährige Winzer schmunzelnd fest. Auch im Weinberg stößt Stefan Lang an die Grenzen, die ihm die Natur auferlegt, ihrem individuellen Jahresverlauf, aus dem er jedes Jahr aufs neue das Beste, das Besondere, herauskristallisieren vermag. „Für mich geht es ganz gezielt darum, das Jahr in der Flasche einzufangen – und mich dabei selbst zu verwirklichen.“ Jedem seiner roten Spitzenkaliber verleiht er so eine ganz spezielle, individuelle Note.

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Die Passion zum Rotwein ist Stefan Lang zum einen in die Wiege gelegt worden, denn schon seine Eltern produzierten auf dem 24 Hektar grossen Familienweingut Rotweintrauben. Zum anderen ist das Mittelburgenland eine hervorragende Rotweinregion. „Geologisch und klimatisch ist Neckenmarkt prädestiniert für wunderschöne, elegante und fruchtbetonte Rotweine.“ Das trockene pannonische Klima mit einem warmen, sonnigen Herbst schützt das Traubengut vor Botrytis, der Edelfäule, die nur bei der Herstellung von Süssweinen willkommen ist.

Die schwere, tiefgründigen Lehmböden dienen als Wasserspeicher und versorgen die Rebstöcke nicht nur mit der im heissen Sommer so wichtigen, konstanten Feuchtigkeit, sondern auch mit Mineralstoffen. „Je mehr Mineralstoffe ein Rebstock bekommt, je extraktreicher, dichter und ausdruckstärker wird der Rotwein“, lautet ein ungeschriebenes Gesetzt, nach dem die Langs arbeiten.

Eine Liebe fürs Leben

Ganz besonders ihr Steckenpferd – der Blaufränkisch – zeigt sich unter diesen optimalen Bedingungen von seiner glanzvollsten Seite. Was nicht zuletzt zahlreiche namhafte Auszeichnungen bestätigen. „Das Mittelburgenland ist ein Paradies für Blaufränkisch. Für mich ist diese Rebsorte eine Herzensangelegenheit. Zwar ist sie besonders anspruchsvoll, aber wenn man mit ihr umzugehen weiss, dankt sie es einem mit supereleganten, schön strukturierten und saftigen Weinen!“

Vor allem das faszinierende Säurespiel, das die Traube beflügelt, verleihe den Weinen eine Finesse und Trinkfreudigkeit, so der „Blaufränkisch-Flüsterer“ Lang. „Das ist die dritte Dimension im Wein. Wie mitreissende Musik, bei der alle Noten genau an der richtigen Stelle stehen.“

Sein Orchester lebt von Flaggschiffweinen wie dem reinsortigen L 1, der mit samtigen Tanninen und einer seidigen Textur den Gaumen umgarnt, oder dem tiefdunklen, vielschichtigen V-Max, der mit Vanille- und Bitterschokolade-Aromen betört und, gepaart mit herrlicher Extraktsüsse, von einer unglaublichen Eleganz lebt. Doch auch die leiseren Töne – die klassische Linie der Lang-Weine – erklingen warm, emotional und harmonisch.

Harmonie – das ist ein Stichwort, das der Winzerfamilie Lang sehr am Herzen liegt. Harmonie in und mit der Umwelt. Darum praktizieren sie auch den naturnahen Weinbau. „Rein biologisch zu arbeiten, ist sehr riskant“, räumt Stefan Lang ein. „Wir sind nahe dran, aber in den Feinheiten können wir diesen Weg nicht gänzlich gehen. Dazu sind wir von den Gegebenheiten des Jahresverlaufs zu abhängig. Ein goldener Mittelweg ist im Leben immer am besten.“

In enger Zusammenarbeit mit der TU Graz analysieren die Langs den „ökologischen Fussabdruck“ des Weinguts, um die ganzheitlichen Auswirkungen der Weinproduktion auf die Umwelt zu dokumentieren. Die Ergebnisse der Studie werden aktiv und bewusst in den Weingärten umgesetzt, „damit wir der Natur etwas zurückgeben und sie nicht unnötig belasten.“

Schliesslich lebt der passionierte Winzer jeden einzelnen Tag des Jahres mit seinen Reben. „Unserer Gesellschaft fehlt die Auseinandersetzung mit den Pflanzen und der Urkraft, die uns umgibt. Vielleicht habe ich auch deshalb ganz bewusst ein Hobby, das mich erdet und mit all dem, was uns umgibt, verbindet …!?“

Vollendung eines langen Weges

„Guter Wein Braucht Lang“

Eine Verbindung, die auch im Weinkeller nicht abreist. Hier trifft das erstklassige Traubengut auf die Visionen des Tüftlers, der auch nach der späten Lese – „Wir gehören zu den letzten, die die Trauben ernten, denn erst wenn die Kerne reif sind, haben wir später weiche Tannine im Wein.“ – seinem namensverwandten Motto treu bleibt: „Guter Wein braucht Lang.“ Und so lässt er seinen hochkarätigen Gewächsen gern Zeit, sich zu finden und all das Gute, das sie aus dem Weingarten mitgenommen haben, harmonisch in sich bündeln.

Sein neuerster Coup lässt aufhorchen – und ist dabei „eigentlich“ noch streng geheim: Stefan Lang tüftelt gerade am teuersten Rotwein Österreichs, der im kommenden Jahr abgefüllt werden soll. „Der Preis steht dabei gar nicht im Vordergrund. Viel mehr ist er die logische Konsequenz aus dem, was wir machen.“ Denn der geheimnisvolle Tropfen aus 80 Prozent Blaufränkisch ist die speziellste Form des Lang’schen Vinifikationsmottos. „Die Cuvée wird vier Jahre lang gelagert, davon das letzte unter ganz besonderen Bedingungen.“ Welche das sind? Stefan Lang schmunzelt und schweigt. „Das verraten wir erst, wenn er in der Flasche liegt.“

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Eines ist dabei jedoch gewiss: Dieser Wein wird für Aufsehen sorgen, genau wie all seine Weine. Und er wird Spass machen, denn das ist dem passionierten Winzer am Wichtigsten. „Wein ist – genau wie das Leben – dazu da, es zu geniessen.“ Und damit hat er absolut Recht!

Weiter Informationen unter www.rotweinelang.at

Über die Autorin

Es gibt sie ganz selten. Doch Anja Hanke hat das grosse Glück zu ihnen zu gehören: Den Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten.

Sie liebt gutes Essen, handgefertigte Weine, erlesene Produkte und diese Verbindung an den verschiedensten Orten dieser Welt einzufangen – und für ihre Leser genussvoll aufzubereiten.

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