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Selection Prämiert – Bestes Bio-Weingut Italien

Selection Prämiert – Bestes Bio-Weingut Italien
Copyright Fattoria La Vialla & Hetty van Oijen

Wir gratulieren der Fattoria La Vialla zu einem Doppelerfolg

1978 hat alles ganz klein angefangen. Piero und Giuliana Lo Franco kauften ein verfallenes Landhaus in den Hügeln im Chiantigebiet und haben es gemeinsam mit Freunden restauriert, um daraus einen Rückzugsort an Wochenenden und in den Ferien zu machen.

Erste, eher missglückte Versuche mit dem Hobby-Weinanbau starteten dann Anfang der 80er Jahre. Ein paar Jahre darauf aber befasste sich die Familie ernsthaft mit dem Thema. „Mit den ersten richtig guten Tropfen hat mich endgültig die Begeisterung gepackt, ich habe einen Sommelierkurs absolviert, wir haben weitere Weinberge kultiviert und einen Önologen zu Rate gezogen“, erzählt Antonio Lo Franco, der mittlere von Pieros drei Söhnen.

Neue Wege

Die Weine der Fattoria La Vialla wurden schon oft prämiert
Die Weine der Fattoria La Vialla wurden schon oft prämiert

Seitdem hat sich viel verändert und die Fattoria erhält viele Auszeichnungen und Medaillen. Etwa von unserem Magazin für den nach Kirschen und Veilchen duftenden Leccio Moro Montecucco Rosso. Oder für edelsüsse Weine wie dem Passito Moscato mit seinen Noten von Muskat und Rosinen oder dem roten Vin Santo Occhio di Pernice Riserva, der nach Kaffee, Karamell und Röstaromen duftet. Mit diesen beiden Weinen gewann die Familie auch den Preis als bester Erzeuger in der Kategorie edelsüsse Weine.

„Das Witzige ist, dass wir in letzter Zeit wieder zurück zu alten Praktiken gehen, zum Beispiel ungefilterte Weine, aber mit dem Unterschied, dass sie jetzt auch richtig gut schmecken“, meint Antonio Lo Franco. Es gibt ausserdem noch etwas, das nach seiner Ansicht noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Seit zwei Jahren stellt La Vialla auch Winzersekt nach der Metodo Classico im Oltrepò Pavese her.

„Sie haben einen ganz besonderen, feinen, eigenen Charakter, aber ausserhalb Italiens sind diese Weine nicht besonders bekannt. Zu unserer Genugtuung sind sie aber bereits ein grosser Erfolg bei Aperitifs und Abendessen in der Fattoria. Einmal probiert, haben sie hier bereits viele amici gewonnen“, so Antonio Lo Franco.

Als nächstes Ziel sollen alle Weinberge und andere Ertragsflächen komplett auf die biodynamische Methode umgestellt werden. Mittelfristig möchte die Familie noch weiter den Sulfit- und Kupfereinsatz senken. Bei den Sulfitzusätzen sind sie bei allen Weinen schon unter der vom Verband Demeter angesetzten Grenze. In einem experimentellen Weinberg laufen bereits verschiedene Tests mit natürlichen Alternativen zu Kupfer. Doch noch ist nichts spruchreif.

Anderes dagegen schon. „Irgendwann wollen wir komplett autonom arbeiten, also sozusagen Off-Grid, auf Deutsch so viel wie netzunabhängig.“ Bei einigen Punkten sind sie schon fast so weit: Die Energie-Selbstversorgung erfolgt durch die hauseigene Photovoltaikanlage, es gibt eigene Brunnen und natürlichen Dünger vom biodynamischen Komposthaufen.

„Ausserdem möchten wir autochthonen Rebsorten aus Arezzo neues Leben einhauchen. Es wäre schön, wenn es Weine gibt, die unverwechselbar sind, und das Terroir dieser Hügel im Glas widerspiegeln. Hier haben wir mit den Universitäten Florenz und Siena ein Projekt verfolgt, das bereits erste Früchte trägt.“ Aber mehr möchte Antonio Lo Franco noch nicht verraten.

Und was sagt er zum Schluss noch zu unseren beiden Auszeichnungen? „Es wäre doch traurig, wenn wir die nicht auf unserer Website oder in den Prospekten kommunizieren würden. Da geht es uns wie stolzen Eltern, die das gute Zeugnis der Tochter nicht für sich behalten können.“

Kontakt:
Fattoria La Vialla
Via di Meliciano 26
52029 Castiglion Fibocchi
Tel. +39 05 75 47 77 20
celine.krueger@lavialla.it
www.lavialla.it

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