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Selection Prämiert – Bester Jungwinzer Deutschlands

Selection Prämiert – Bester Jungwinzer Deutschlands
Copyright Kiefer

Das Genussmagazin selection startete zum zweiten Mal den Wettbewerb „Bester Jungwinzer Deutschlands“. Rund 100 Betriebe beteiligten sich dieses Mal und somit über 50 Prozent mehr Weingüter als im Vorjahr. Die Weinqualitäten waren größtenteils enorm und beweisen, welches Potenzial die deutschen Jungwinzer bereits jetzt schon besitzen.

Für die Teilnahme mussten pro Erzeuger mindestens 4 Weine in unterschiedlichen Kategorien eingereicht werden, etwa in den Kategorien Riesling, Silvaner, Burgunder oder Bukettsorten. Nach drei Verkostungstagen stand der Sieger fest: Philipp Kiefer vom Weingut Kiefer-Seufert in Baden.

Noch eine Anmerkung: Christian Nett, der Vorjahressieger, konnte sich dieses Mal aus Altersgründen, er ist nun über 35 Jahre, nicht mehr beteiligen.

Chefredakteur Wolfgang Hubert hat dem Gewinner ein paar Fragen gestellt und die Antworten quasi original wiedergegeben. Schließlich ist ja auch der Winzer ein Original und unverfälscht.

Herr Kiefer, wie waren Ihre ersten Reaktionen auf die Info über Ihren beachtlichen Erfolg?

Jaaaaaaaaaaaaa, sprachlos, riesige Freude und ein breites Grinsen im Gesicht. So würde ich den ersten Moment nach dem Anruf beschreiben. Zuerst haben es meine Angestellte Sandra und meine Mutter mitbekommen, auch hier Jubel und große Freude auch bei der restlichen Familie, Freunden und Nachbarn.

Wir hatten vor ein paar Monaten Christian Nett, den „Besten Jungwinzer Deutschland 2015“, befragt, wie er seinen Titel erfolgreich vermarktet hat. Wie werden Sie mit der Auszeichnung werben?

Wir werden eine Sonderfüllung kreieren – Markgräflerland = Heimat, Heimat des Gutedels. In der regionalen Presse und Social Media werden wir diesen Erfolg präsentieren.

Wollten Sie schon immer Weine machen und welchen beruflichen Werdegang haben Sie?

Seit früher Kindheit begleiten mich der Weinbau und die Arbeiten im Keller. Deshalb stand für mich fest, eine Weinküferlehre zu beginnen, die ich im August 2010 als landesbester Weinküfergeselle absolvierte. Nach dem Zivildienst wollte ich hinaus in die weite Weinwelt und arbeitete vier Monate lang auf einem Weingut in Neuseeland.

Durch den frühen Tod meines Vaters 2012 übernahm ich zusammen mit meiner Schwester das Weingut in 4. Generation. Seit 2014 leite ich den Betrieb alleine, man findet mich in allen Bereichen. Unterstützt werde ich von meinen jungen Team und meiner Mutter.

Wann haben Sie Ihre ersten Weine produziert?

Der beste Jungwinzer Deutschlads 2016
Der beste Jungwinzer Deutschlads 2016

Ich bin an der Vinifikation seit dem 16. Lebensjahr beteiligt. Der erste selbst ausgebaute Wein, rund 300 Flaschen, war ein 2009er Spätburgunder Rotwein QbA trocken – Edition Philipp Kiefer mit einem eigenen Weinstil, der alles beinhaltete was ich bisher erlernt hatte. Rasch hatte sich ein eigener Kundenstamm aufgebaut.

Interessant war wie sich mit jedem Jahrgang, die Qualität und Stilistik veränderte und die Resonanz der Weinliebhaber. Mittlerweile mussten wir die Produktion um das Fünffache erweitern.

Welche Rebsorten stehen im Fokus und welche sind Ihre Favoriten?

Aktuell bewirtschaften wir 8,6 Hektar, Tendenz steigend. Die Hauptsorte ist Gutedel gefolgt von Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder, dazu Muskatteller, Chardonnay, Sauvingon Blanc und Sauvignon Gris sowie vielen weiteren Sorten. Favoriten sind die Burgunder von der Steillage, sowie Sauvignon Blanc und Sauvignon Gris seit meinem Auslandsaufenthalt 2011 in Neuseeland. Der Einfluss im Weinberg hat auf diese Sorten eine beachtliche Auswirkung.

Welche Weinstile bevorzugen Sie und was reizt Sie besonders bei der Arbeit?

Mein Weinstil ist sortentypisch, dabei modern und traditionell sowie authentisch. Wichtig ist der Jahrgangseinfluss, eine ansprechende Textur, spielerisches Tannin und langanhaltendes Finish am Gaumen. Die Arbeit im Weinkeller stellt mich jedes Jahr vor neue Herausforderungen.

Kreativität, Mut und Ehrgeiz gehören zu meinen Attributen. Die Einsamkeit mit den Weinen, Musik nach meinem Geschmack und philosophieren sind die Reize bei meiner Arbeit im Keller. Und das am liebsten im Holzfass- beziehungsweise Barriquekeller.

Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?

Ich will mein eigenes Portfolio weiter ausbauen. Ich habe noch so viele Ideen, dafür braucht es aber Zeit, viel Zeit sowie mehr Rebfläche, um spezielle Selektion-Weine weiter auszubauen. Mein Credo ist Markgräfler Weine, Castellberg in Ballrechten, national und international bekannter zu machen.

Bald möglichst will ich an unserer Steillage einen Cabernet Sauvignon pflanzen und mit Barriqueausbau und langer Feinhefelagerung arbeiten. Den Rest möchte ich hier nicht ausplaudern, man wird es bald schmecken. Mein privater Wunsch für die Zukunft: gesund zu bleiben und Familienplanung.

Kontakt:
Weingut Kiefer – Seufert
79282 Ballrechten-Dottingen
Tel. 07634/83 42
info@ksweingut.de
www.ksweingut.de

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