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Starkregen hilft Winzern in Kalifornien

3. März 2017 22:35

USA (Kalifornien) – Wetternachrichten wie die aus Kalifornien im Januar und Februar versetzen Winzer normalerweise in Panik. Sintflutartiger Starkregen hatte im ganzen Bundesstaat für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt, zahlreiche Weinberge wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die kalifornischen Winzer aber freuen sich trotzdem.

Von Ruth Preywisch

Eine Serie von Stürmen zog seit Jahresbeginn über die US-Westküste hinweg – und brachte Kalifornien starke Niederschläge in Form von Regen und Schnee. Verursacht werden die Dauerniederschläge durch ein „Ananasexpress“ oder auch „atmosphärische Flüsse“ genanntes meteorologisches Phänomen.

Unwetter: Des einen Freud, des anderen Leid
Unwetter: Des einen Freud, des anderen Leid

Ein grosses, sich nur langsam fortbewegendes Tief über dem Pazifik vor der US-Westküste zapft feuchtwarme Luftmassen im Bereich der Hawaiinseln an, und der subtropische Jetstream leitet sie dann mehr oder weniger linienförmig gegen das Festland.

Der Ursprung bei den Hawaiiinseln, wo die Südfrüchte wachsen, und die kettenförmige Abfolge der Niederschlagsgebiete sorgten für die Namensgebung „Ananasexpress“.
In Folge der Stürme gab es Überschwemmungen und Erdrutsche, die vor allem die  schlecht zu entwässernden Weinberge in den Tallagen von Napa und Sonoma trafen.

Schlammlawinen begruben ganze Hänge unter sich und zahlreiche Reben wurden geflutet. Doch auch, wenn es erhebliche Schäden gab, kam der Regen für die Winzer genau zur richtigen Zeit.

„Die Überschwemmung war kein Problem, weil die Reben ruhen“, erklärt Groth Vineyards Direktor der Weinbereitung, Cameron Parry dem Decanter. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist es in diesem kalt genug, als dass die Reben sich in einer Wachstumspause befinden und die empfindlichen Knospen nicht zerstört wurden. Und nach Jahren der Trockenheit und Dürre erscheint vielen Winzern der Regen als Segen.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sind die Stauseen endlich wieder gefüllt und laut dem US-Dürremonitor gelten nur noch 17 Prozent Kaliforniens als zu trocken. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 95 Prozent. Dementsprechend freuen sich die Winzer. „Mehr Regen als du brauchst ist in unserer Situation ein Luxus“, sagte Ron Rosenbrand, Vineyard Manager bei Spring Mountain Vineyard.

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