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Rekordumsatz bei Hospices de Beaune Auktion

23. November 2017 13:51

FRANKREICH (Beaune) – Die berühmte Wohltätigkeitsauktion des Hospices de Beaune 2017 erzielte laut Auktionsveranstalter Christie’s einen Rekord von 13,5 Millionen Euro (12 Millionen Pfund, 16 Millionen Dollar) und übertraf damit den bisherigen Rekord von 2015. 

Von Ruth Preywisch

Traditionell werden jedes Jahr am dritten Novemberwochenende während der „Trois Glorieuses“; also der „Drei glorreichen Tage“, Fassweine sowie das „Pièce des Présidents“ aus dem Stiftungsbesitz des Hospices von Beaune bei einer Auktion versteigert. Aktiv ist hier vor allem der französische Weinhandel, mittlerweile steigern aber auch immer mehr internationale Fachhändler und private Weinliebhaber mit.

Immer wieder werden in Wein-Auktionen grosse Summen erzielt.
Immer wieder werden in Wein-Auktionen grosse Summen erzielt.

Die bei der Auktion erzielten Preise gelten als Indikator der Qualität der Weine aus dem Burgund sowie als Gradmesser für die Preise des jeweiligen Jahrgangs. Die Auktion, seit 2005 organisiert von Christie´s, gibt es seit über 550 Jahren, sie gilt als die älteste ihrer Art in der Welt. Den höchsten Wert erzielte in diesem Jahr das traditionelle Pièce des Présidents.

Es bestand aus zwei Fässern Corton Clos du Roi Grand Cru, die für 420.000 Euro den Besitzer wechselten. Sie wurden gemeinsam von Maison Albert Bichot und einem namenlosen in China ansässigen Investor gekauft, vermeldete Christie’s. Das war die zweithöchste Summe, die in der langen Geschichte der Auktion jemals für ein einzelnes Gebinde gezahlt wurde. Sie wurde nur im Jahr 2015 übertroffen, als für das Präsidentenstück rund 480.000 Euro gezahlt wurden.

Alle Erlöse aus dem Los der Präsidenten gehen an wohltätige Zwecke. Diesmal ging der Erlös an die Stiftung Tara Expéditions, vertreten durch Agnès B. und Julie Depardieu, an die Föderation für Hirnforschung, vertreten durch Marc-Olivier Fogiel und die Stiftung für Alzheimerforschung, vertreten durch Charles Aznavour.

Die diesjährige Hospiz-Auktion umfasste im Vergleich zur den Vorjahren wesentlich mehr Fässer, was dem reichlichen 2017er Jahrgang geschuldet war. Insgesamt kamen 787 Fässer unter den Hammer, darunter 630 mit Rotwein, 157 mit Weisswein und 15 Fässer von Eaux de Vie. Die letztjährige Auktion umfasste dagegen nur 596 Fässer und im Rekordjahr 2015 standen 575 Fässer des neuen Jahrgangs zum Verkauf.

„Die guten Ergebnisse zeigen, dass sich eine jährliche Auktion tatsächlich lohnt“, sagte Jasper Morris MW, ein Berater von Christie’s. „Dieses grossartige Ergebnis verdanken wir grösstenteils der Arbeit von Ludivine Griveau und ihrem Team für die Herstellung solcher hochwertiger Weine in beiden Farben. Es war eine Freude, in 787 Fässern eine solche Spitzenklasse zu probieren“, sagte er.

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