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2016 war Erfolgsjahr für deutsche Sektkellereien

17. Mai 2017 14:31

DEUTSCHLAND (Wiesbaden) – Die beiden grossen deutschen Sektkellereien Henkell & Co. und Rotkäppchen-Mumm blicken sehr zufrieden auf das Geschäftsjahr 2016 zurück. Beide Unternehmen haben ihren Umsatz erhöht, bei Rotkäppchen ist sogar vom „erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte“ die Rede.

Von Ruth Preywisch

Prickelnder Erfolg für das Jahr 2016
Prickelnder Erfolg für das Jahr 2016

Die Henkell & Co.-Gruppe mit Sitz in Wiesbaden hat das Jahr 2016 mit einem  Umsatz von 691,3 Mio. Euro abgeschlossen, das sind rund 2 Mio. Euro mehr als im Jahr davor.

Dabei wurde der hohe Umsatzzuwachs aus organischem Wachstum durch massive Verluste aus Währungsschwankungen stark gemindert.

Während sich ersterer auf rund 24 Mio. Euro summierte, betrugen die Verluste rund 22 Mio. Euro. Grund für die Verluste waren vor allem die Kurs- und Sondereffekte aus der Abwertung des Britischen Pfunds sowie aus der Verkauf einiger Spirituosenmarken in Tschechien.

Den im Inland erzielten Umsatz bezifferte Dr. Andreas Brokemper, Sprecher der Geschäftsführung der zum Oetker-Konzern gehörenden Unternehmensgruppe, auf rund 277 Mio. Euro. Im Ausland wurden mit 414 Mio. Euro rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt.

Die Geschäfte des Konzerns verlagern sich deshalb immer stärker ins Ausland, Henkell & Co. ist mittlerweile auf allen wichtigen Schaumwein-Märkten der Welt vertreten. Diese Strategie will der Konzern konsequent weiter verfolgen und seinen Ruf als global aufgestelltes Markenunternehmen stärken.

Bei Rotkäppchen-Mumm blickt man noch zufriedener auf das Jahr 2016 zurück. Es sei „das erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte“ gewesen, sagte Christof Queisser, Vorsitzender der Geschäftsführung. Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2016 um gut acht Prozent gewachsen und beläuft sich somit auf 986 Mio. Euro. Und auch im Absatz legte der Branchen-Marktführer deutlich zu, die Zahl der verkauften Flaschen wuchs um gut sieben Prozent und liegt nun bei 271,2 Mio.

Als einen Teil des Erfolgs sieht Christof Queisser neben der konsequenten Markenpflege auch die kontinuierlichen Investitionen in neue Technologien. Am Standort Freyburg/­Unstrut stehe zum Beispiel der Bau eines neuen Flaschenglaslagers mit Sektreifekeller kurz vor der Fertigstellung. Und in Eltville am Rhein zeige die neue Entalkoholisierungsanlage bereits ihr Potenzial bei der Herstellung der zur ProWein vorgestellten Neuheit Mumm Dry Alkoholfrei.

Aber auch bei Rotkäppchen-Mumm sieht man die Internationalisierung als wichtigsten Wachstumstrend. Einen grossen Schritt dafür hat der Konzern Anfang 2017 mit der Übernahme der renommierten Manufaktur Ruggeri gemacht. Deren DOCG Prosecco-Marke sei in 30 Ländern der Welt erhältlich und man erhoffe sich weitere Steigerungen.

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