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Sémillon

Sémillon
Copyright iStockphoto kiko_jimenez

Allgemeines

Semillon ist eine Rebsorte, aus der trockene Cuvées und sortenreine, edelsüsse Weissweine hergestellt werden. Anbau und Produktion der einst extrem populären Rebsorte konzentrieren sich auf Australien und Frankreich, wo sie nach dem Sauvignon Blanc und Chardonnay zu den meistangebauten weissen Rebsorten zählt. Während man die Herkunft des Semillon in Sauternes im Südwesten Frankreich vermutet, wurde er urkundlich das erste Mal in Bordeaux zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwähnt.

Man nimmt an, dass die Traube im 18 Jahrhundert auch nach Australien gelangte. In den 1820ern bedeckte die Rebsorte ausserdem ganze 90 % der Anbaufläche Südafrikas. Die schnelle Ausbreitung führte dazu, dass der Semillon eine Weile als meist angebaute Traube der Welt galt. Heutzutage macht diese Rebsorte jedoch in Südafrika beispielsweise nur noch 1 % der Anbaufläche aus.

Einer der Gründe für die einst weite Verbreitung ist sicherlich, dass der Semillon verhältnismässig anspruchslos im Anbau ist. So ist die frühreifende Traube recht widerstandsfähig gegen Krankheiten wie Mehltau oder Verrieselung, ertragreich und stellt keine grossen Ansprüche an den Boden.

Die Beere weist einen niedrigen Säuregehalt auf, und gilt trotz eines hohen Ertrages als besonders edle weisse Rebsorte. Die daraus vinfizierten Weine haben eine gute Lagerfähigkeit. Neben Sauvignon Blanc und Muscadelle ist Semillon eine der 3 Rebsorten, aus der weisse Bordeaux-Weine produziert werden.

Verbreitung

In Frankreich findet man die Rebsorte vor allem im Bordeaux, wo sie mit Sauvignon Blanc und Muscadelle assembliert wird. Bei trockenen Weinen wird daraus der sogenannte Bordeaux Blanc und darf in den Appellationen Pessac-Leognan, Graves und Entre-Deux-Mers hergestellt werden. In süssen Weissweinen wie zum Beispiel Sauternes, Barsac oder Cerons, stellt der Semillon häufig die dominante Variante dar oder tritt sortenrein in Erscheinung.

Da die Trauben eine dünne Haut besitzen, sind die anfällig für die Edelfäule, welche den Wassergehalt verringert und so einen hohen Zuckergehalt der Beeren bedingt. Die daraus resultierenden bekannten und beliebten edelsüssen Weine sind in der Farbe eher honigfarben als goldgelb.

Auch in Australien wird die Rebsorte häufig angebaut, vor allem im Hunter Valley. Aber auch das Barossa Valley, Margaret River und kühlere Regionen wie Adelaide Hills haben zunehmend bedeutende Bestände zu verzeichnen. Dort werden teilweise auch fruchtigere Komponenten ausgebaut. Abgesehen von den genannten Regionen verzeichnet der Semillon tendenziell eine sinkende Popularität und wird oft für fehlende Komplexität und Intensität kritisiert.

Aroma

Beim Genuss des körperreichen Weins entfalten sich Aromen von Zitrone, Apfel, Aprikose und Honig. Die Ausprägung der Aromen und der Säure variiert nach Reifegrad. In wärmeren Regionen finden sich Anklänge von Aromen reifer Früchte wie Pfirsich, Birne oder Papaya. In Regionen mit kühlerem Klima weisen die Weine, die aus Trauben eines geringeren Reifegrads produziert werden, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Sauvignon Blanc auf.

Bei diesen Weinen dominieren Zitrus-Noten das Aroma, sofern die die Weine nicht im Barrique gereift sind. Aufgrund der hohen Erträge ist meist eine gezielte Ausdünnung erforderlich, um die Qualität es Weins zu verbessern. Die Weine verfügen über eine gute Lagerfähigkeit, je nach Länge der Lagerung entwickelt sich der Geschmack hin zu Karamell-Tönen.

Die edelsüss ausgebauten Weine harmonieren schön mit den verschiedensten Nachspeisen, während trockener Semillon zu Fisch, Geflügel, Gemüse und Käseplatten gereicht werden kann.

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