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Löss

Löss
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Allgemeines

Lössböden spielen im Weinbau eine grosse Rolle. Dabei handelt es sich um einen homogenes und ungeschichtetes Sedimentgestein, das hauptsächlich aus Silt besteht. Optisch erscheinen Lössböden meist hellgelb bis grau. Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines Lössbodens ist Karbon. Die Salze und Ester der Kohlensäure spielen vor allem in Bezug auf den mineralischen Anteil des Untergrunds eine grosse Rolle.

Verbreitung

Lössböden sind Verwitterungsböden, die in fast allen gemässigten Klimazonen der Erde anzutreffen sind. Weinbau wird vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem vielseitigen Untergrund betrieben. Aber auch in Frankreich und Osteuropa ist man sich der Vorteile des Bodentyps bewusst.

Darüber hinaus sind Lössböden auch in Mittel-, Süd- und Nordamerika beheimatet. Vor allem in den Anbaugebieten nahe der Anden – so zum Beispiel in vielen Regionen Argentiniens – werden die Reben auf Lössböden gepflanzt. Eine feine Mineralität der Erzeugnisse aus den Gebieten ist nicht von der Hand zu weisen.

Eigenschaften

Lössböden sind sehr fruchtbar, schliesslich beinhalten sie das Ausgangssubstrat für die besten Ackerbauböden der Welt. Ein grosser Vorteil bietet die mittelkleine Korngrösse des Gesteins. Sie macht die reichhaltig vertretenen Mineralien leicht zugänglich, was vor allem für den Weinbau viele Vorteile mit sich bringt.

Mit der idealen Korngrösse geht auch eine gute Drainagefähigkeit einher. Vor allem in Europa ist es wichtig, dass der Regen gut abfliessen kann. Trotzdem sollte dabei ausreichend Wasser in tieferen Bodenschichten gespeichert werden können, was bei Lössböden der Fall ist. Die Wurzeln der Reben können daher tief ins Erdreich vordringen und werden dort dauerhaft mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Regionen, die Lössböden beherbergen, müssen fast nie auf künstliche Rebbewässerungssysteme zurückgreifen.

Geschmacklicher Einfluss

Auf dem Bodentyp entstehen einige Terroirweine, die den Löss förmlich schmeckbar machen. Eine gut strukturierte Mineralität und eine frische Note sind dabei die deutlichsten Markenzeichen. Ausserdem sind die Weine meist schlank und fein in der Frucht. Obwohl sie schon jung getrunken werden können, ist das Reifepotenzial – natürlich in Abhängigkeit zur Rebsorte – enorm.

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