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Weihnachten bei den Nachbarn – Arrosto di Vitello

Weihnachten bei den Nachbarn – Arrosto di Vitello
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Es ist Dezember und wir läuten langsam die Weihnachtszeit ein. Ob man sich nun an den erleuchteten Strassen erfreut und Weihnachten herbeisehnt, oder den ganzen Rummel, den weihnachtlichen Stress und die niedrigen Temperaturen eigentlich gerne für ein schattiges Plätzchen unter einer Palme eintauschen würde: Genussmenschen können sich bestimmten Aspekten der Weihnachtszeit nur schwer verschliessen.

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Von Sophia Spillmann

Festlich gedeckter Tisch lässt Weihnachtsstimmung aufkommen
Da kommt Weihnachtsstimmung auf.

Damit spielen wir natürlich auf all die kulinarischen Delikatessen an, die uns in dieser Jahreszeit erwarten. Doch auf heimische Weihnachtsgerichte können wir uns noch lange genug freuen. Spannender ist es doch, auch mal über den Tellerrand zu blicken und zu schauen, was unsere europäischen Nachbarn in der Weihnachtszeit so schmausen. Wie wäre es mit einem mentalen Ausflug nach Italien?

„Natale con i tuoi, Pasqua con chi vuoi“ Frei übersetzt heisst das: Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem man will. La Famiglia spielt in Italien eine wichtige Rolle in der Weihnachtszeit. Und auch die Religion kommt in dem immer noch stark katholisch geprägten Land nicht zu kurz. Die Mitternachtsmesse ist hier noch eine wahre Institution. Für jede italienische Familie, die etwas auf sich hält, ist der Aufbau einer aufwendigen Krippe im Wohnzimmer eigentlich unerlässlich, doch auch der unvermeidliche Weihnachtsbaum hat in italienischen Haushalten Einzug gehalten.

Aber Italien wäre nicht Italien, wenn nicht auch die Gaumenfreuden eine absolut essentielle Rolle einnehmen würden. Diese beginnen allerdings, anders als in Teilen Zentraleuropas, erst am 25. Dezember. Der 24. Dezember, der sogenannte Vigilia di Natale, gilt als Vorabend des wahren Feiertags und wird deswegen gerne im Familienkreis, aber mit fleischlosen  und vergleichsweise leichten Gerichten begangen.

Am 25. Dezember hingegen wird hemmungslos geschmaust. Die Speisen können sich dabei je nach Region stark unterscheiden, nur zum Nachtisch isst man fast unweigerlich in ganz Italien den berühmten Panettone – besonders lecker ist das mit einem feinen Spumante. Auch die Geschenke werden nun verteilt. Diese werden in Italien von Babbo Natale gebracht, einer Figur, die an den Weihnachtsmann erinnert.

Kalbsbraten mit Nüssen, oder auch Arrosto di vitello alle nocciole (weil es so schön klingt) kommt sicher auch dieses Jahr in vielen italienischen Haushalten auf den Teller.

Weihnachten bei den Nachbarn in Frankreich – gefüllte Poularde

Was erstmal recht anspruchsvoll klingt, ist in diesem Fall gar nicht so schwer umzusetzen. Die Vorbereitungszeit entspricht circa 45 Minuten, die Garzeit im Ofen von ca. zwei Stunden kann man wunderbar mit der Vorbereitung einer Vorspeise füllen oder, besser noch, schon mal ein wenig dem Wein zusprechen.

Was die Zutaten angeht, so ist es selbstredend von enormer Wichtigkeit, nicht an Qualität zu sparen. Besuchen Sie also mal wieder ihren Lieblingsmetzger und bestellen Sie rechtzeitig ein schönes Stück, zum Beispiel aus der Kalbsschulter. Das hat seinen Preis, zahlt sich dann aber beim Genuss des zarten Bratens auch aus.

Nachdem das Fleisch liebevoll mit Meersalz und schwarzem Pfeffer gewürzt und mit Butterschmalz im Bräter von allen Seiten langsam angebraten wurde, fügt man Möhre, Lauch, Schalotte und Knoblauch hinzu und giesst alles mit Kalbsfond an. Anschliessend vollendet der auf 160 Grad vorgeheizte Ofen das Werk, ca. 1 1/2 Stunden bei einem Kilogramm Kalbsbraten sollte man einrechnen.

Jetzt der Clou: Der fast fertige Braten wird nun mit einer schmackhaften Mischung aus mediterranen Kräutern, Ei, Semmel und gemahlenen Nüssen bedeckt. Anschliessend geht es nochmal 30 Minuten in den Ofen, wo sich nun eine wunderbar würzige, goldbraune Kruste bildet, die einfach herrlich mundet.

Weihnachten bei den Nachbarn in Spanien – Gegrillte Dorade

Nun zum letzten, essentiellen Schritt: Ohne Sauce ist alles nur halb so schön. Aus dem leckeren Kalbsfond kann man mit einem Schuss Rotwein, Rosmarin, Thymian und nach Gusto auch Wacholderbeeren eine wunderbare Bratensauce herstellen. Nachdem die Flüssigkeit mit einem Sieb gefiltert wurde, bindet man die Sauce nach Geschmack mit Sahne oder Mehl und Butter und schmeckt anschliessend mit Salz & Pfeffer ab.

Das Rezept Schritt für Schritt erklärt finden Sie hier

Buon Appetito!

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