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Weinauswahl im Sommer – das müssen Sie wissen

Weinauswahl im Sommer – das müssen Sie wissen
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Kann man im Sommer auch Rotwein trinken? Und was bedeutet eigentlich „Terrassenwein“? Tipps für die Weinauswahl bei warmem Wetter.

Die Sonne geht unter, die letzten Strahlen fallen auf den Balkon, auf dem Tisch stehen Tapas, Brot und Oliven – so klingt ein Sommertag perfekt aus. Dazu darf eines natürlich nicht fehlen: Ein gutes Glas Wein. Eines ist klar: Während der heissen Jahreszeit sind andere Weine gefragt als bei kühlem Wetter.

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Gerne wird hier der Begriff „Terrassenwein“ benutzt. Damit ist ein frischer, beschwingter, gerne etwas fruchtigerer Wein gemeint, wie er eben zu Anlässen auf der Terrasse passt – wie ein Urlaubstag in einem Café am Meer. Oder er sorgt dafür, dass man wenigstens in Gedanken dort sein kann.

Frische Weisse

Leichte und junge Weissweine - erfrischender Sommergenuss
Leichte und junge Weissweine – erfrischender Sommergenuss

Erfrischend bei warmem Wetter sind leichte und junge Weissweine. Idealerweise haben sie nur wenig Alkohol, sind knackig-frisch, und auch ein bisschen Restsüsse dürfen sie auch haben – wenn man’s mag. Duftige, frische und leichte Sommerweine aus Italien sind zum Beispiel Soave, Verdicchio oder Vernaccia di San Gimignano.

Aus der spanischen Trend-Region Rías Baixas kommen Albariños, die im Idealfall saftig sind und moderate Säure haben, und dabei trotzdem eine gewisse Kühle ausstrahlen.In Portugal heisst die Rebsorte Alvarinho und ist die wichtigste Sorte für Vinho Verde – der in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Sommerweine überhaupt aufgestiegen ist. Man trinkt ihn möglichst im ersten Jahr, damit er seine fruchtige Frische voll ausspielen kann.

Ein idealer Begleiter für die leichte Sommerküche aus Deutschland ist der Silvaner, der vor allem in Franken und Rheinhessen zu finden ist. Wenn es auf der Terrasse ein sommerliches Dinner geben soll, sind beispielsweise die schlanken, hochklassigen Rieslinge aus der Ortenau in Baden ein eleganter Begleiter.

Erfrischend sind auch Grüne Veltiner aus Österreich, die mal süffig, mal kräuterig-würzig ausfallen. Aus der Wachau kommt der leichte und duftige „Steinfeder“. Im Donautal wächst teilweise an Steilhängen und wird nach strengen Vorgaben trocken ausgebaut. Beliebt ist er neben seiner zarten Aromatik auch wegen seines geringen Alkoholgehalts von maximal 11,5 Volumenprozent.

Fruchtige Rosés

Rosé ist in den letzten Jahren zum Sommertrend geworden
Rosé ist in den letzten Jahren zum Sommertrend geworden

Er ist einer der wichtigsten Weintrends der vergangenen Jahre: Mittlerweile sind rund 10 % der Weine, die in Deutschland auf den Tisch kommen, Rosés. Leicht und fruchtig ist er vor allem während der Sommermonate gefragt. Er schmeckt am besten jung – möglichst nicht älter als zwei Jahre sollte er sein für den optimalen Trinkgenuss.

Die wohl wichtigste Rosé-Herkunft in Frankreich ist die Provence – er macht hier rund 80 % des angebauten Weines aus. Er ist klassischerweise trocken ausgebaut, hat dabei aber auch fruchtige Anklänge von Himbeeren, Erdbeeren und duftet nach Kräutern oder Pfingstrosen. Gekeltert wird er aus Rebsorten, die für Südfrankreich typisch sind: Cinsault, Syrah, Grenache, Mourvèdre.

Im Trend liegen gerade Rosatos aus Italien. Insbesondere aus den südlichen Regionen kommt er immer häufiger. Etwa der Cerasuolo aus den Abruzzen. Er wird aus der Montepulciano-Traube gekeltert und hat eine eher kräftig hellrote bis pinke Färbung. In seiner Heimat wird er gerne zu gegrilltem, fangfrischem Fisch getrunken.

Einen Aufschwung erlebt gerade der Bardolino Chiaretto, der Rosato vom Gardasee. Mineralisch, mit ausgewogener Säure und mit Aromen von Kirsche oder Beeren, wird er zu gegrilltem Geflügel, Salaten, aber auch Pizza empfohlen.

Grosse Rosé-Regionen in Deutschland sind Württemberg, Baden und die Pfalz. Hier wird er gerne auch einmal feinherb oder halbtrocken ausgebaut. Typisch Pfalz ist Portugieser Weissherbst, der auf den Weinfesten in der Region besonders als Schorle eine feste Grösse ist.

Leichte Rote

Auch Rotweine können im Sommer ein Genuss ein – beispielsweise wenn rotes Fleisch auf den Grill kommen soll. Eine gute Wahl sind für die warme Zeit sind junge Rote ohne Holzausbau, und auch hier sollte der Alkoholgehalt gering sein, also idealerweise unter 13 Volumenprozent.

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Elegante, nicht zu schwere Spätburgunder findet man in Deutschland vor allem Baden oder an der Ahr, aber auch in Rheinhessen, der Pfalz oder dem Rheingau. Typisch für Württemberg sind leichte Rote der Sorten Lemberger und Trollinger. In Österreich verbreitet ist der kirschfruchtige und zugängliche Zweigelt.

In Frankreich findet man leichte Rote zum Beispiel im Beaujolais oder in der Region Côtes du Rhône. In Italien kommen leichte und trockene Rote vor allem aus dem Norden, etwa Valpollicella oder Bardolino. Ein fruchtiger und delikater Klassiker aus Südtirol ist der Vernatsch, der mild, fruchtig und oft etwas nach Mandel schmeckt. Servieren sollte man Rotwein im Sommer – sowohl zum Essen als auch solo – etwas kühler als im Winter, also bei 14 bis 16 Grad.

Über die Autorin

Alice Gundlach arbeitet seit 2005 als Journalistin, seit 2011 ist sie freie Autorin mit den Schwerpunkten Wein und Food. Davor schrieb sie schon als angestellte Redakteurin regelmässig über Weinthemen.

Sie ist spezialisiert auf die Weinregionen Deutschlands und Italiens.

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