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Sommerfragen – Urlaubswein wie kommst du heim?

Sommerfragen – Urlaubswein wie kommst du heim?
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Im Sommerurlaub entdeckt so mancher Geniesser neue Weinfavoriten. Am Ende der erholsamen Zeit stellt sich dann die Frage: Kann ich unkompliziert einige Flaschen des neuen Lieblings mit nach Hause nehmen? Oder schaden Hitze, Luftdruck und Bewegung? Wir haben die Antworten.

Ein idyllischer Urlaubstag neigt sich langsam dem Ende. Vom Meer her bläst eine kühlende Brise die Hitze des Tages davon. Die Sonne versinkt als blutroter Feuerball in den Weiten des Ozeans. Wer in dieser Situation den passenden Urlaubswein schon gefunden hat, erlebt einen besonders entspannenden und genusvollen Abend.

Irgendwann findet aber auch der schönste Urlaub ein Ende. Die Erinnerungen daran möchte man nur allzu gerne mit nach Hause nehmen, um noch möglichst lange von dem Erlebten zu zehren.

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Klar, Fotos und Souvenirs sind das Eine. Aber auch den Geschmack dieser herrlichen Urlaubstropfen, die man doch gerade erst entdeckt hat, möchte man nicht missen. Also einfach ein paar Flaschen in den Koffer und ab geht’s Richtung Heimat.

Doch ist das wirklich so einfach? Oder vernageln die Bedingungen auf der Heimreise die Pläne. So mancher Widrigkeit wird der Wein ausgesetzt sein. Doch kann er diese auch überstehen? Wer im Internet nach den Antworten auf die gängigsten Fragen sucht wird schnell fündig. Doch die Antworten sind nicht immer korrekt.

Wein im Flugzeug – geht das?

Weintransport im Flugzeug: In der richtigen Verpackung kein Problem
Weintransport im Flugzeug: In der richtigen Verpackung kein Problem

– Ja, sicher! In verschiedenen Onlineforen behaupten selbsternannte Experten zwar, dass der Kabinendruck dem Wein schaden würde. Recht haben Sie damit allerdings nicht. Trotzdem sollte man einige Dinge beachten, wenn man edlen Wein im Flugzeug mit nach Hause nehmen will.

Erst einmal hat der Wein in der Kabine natürlich gar nichts zu suchen. Er gehört ins Aufgabegepäck – also in den Koffer. Der Luftdruck macht der verschlossenen Flasche gar nichts aus. Vielmehr könnte der Umgang des Bodenpersonals mit dem Koffer gefährlich sein.

Jeder, der schon einmal zugesehen hat wie ein Flugzeug be- und entladen wird weiss, glimpflich wird im Allgemeinen nicht mit dem Gepäck der Passagiere umgegangen. Zu gross also die Gefahr, dass der Wein zerbrechen könnte?

Ihr Winzer hat die Antwort. Praktisch jeder Erzeuger, der auch international seinen Wein vertreibt, bietet Schutzverpackungen für Weinflaschen an. Diese reichen von der einfachen Styroporummantelung bis hin zur noblen Holzkiste. Fragen Sie einfach direkt beim Kauf des Weins danach. Richtig verpackt kann gar nichts passieren.

Gerüttelt und geschüttelt und trotzdem geniessbar

Daran schliesst sich auch gleich die nächste Problematik an, die eigentlich gar keine ist. Egal ob im Auto oder im Flugzeug, viele Hobby-Weintransporteure haben die Befürchtung, dass der unruhige Transport dem Wein schaden könnte. Wenn man ein paar Dinge beachtet ist das jedoch gar kein Problem.

Gerade bei älteren und hochwertigen Weinen kann es natürlich sein, dass das abgesetzte Depot aufgewirbelt wird. Weinkristalle vermischen sich mit dem Wein und sind nicht mehr am Boden der Flasche zu finden.

Das ist aber noch kein Beinbruch. Geben Sie dem Wein einfach einige Tage Ruhe bevor Sie ihn geniessen und Sie werden sehen, dass sich das Depot auch wieder am Boden der Flasche absetzt. Nun heisst es nur noch Dekantieren und Geniessen. Der Weinexperte Wolfgang Hubert klärt auf wann Dekantieren sinnvoll ist.

Weinfeind Nummer Eins – Hitze

Mit den Erklärungen zu den Themen Luftdruck und unruhigem Transport konnten schon einige Sorgen ad acta gelegt werden. Bei dem Thema Hitze ist das leider nicht so einfach. Denn Hitze ist ein Feind des Weins und macht diesen tatsächlich kaputt. Und auch direkte Sonneneinstrahlung sollte auf Dauer vermieden werden.

Weintransport im Auto: Immer die Temperatur im Auge behalten
Weintransport im Auto: Immer die Temperatur im Auge behalten

Bei Flugreisen kann diese Problematik vernachlässigt werden. Der Gepäckraum ist nicht übermässig heiss und bietet dem Wein gute Transportbedingungen.

Kritisch wird es im Auto. Legen Sie Wein stets in das klimatisierte Cockpit, oder stellen Sie sicher, dass auch im Kofferraum 25 Grad Celsius nicht über einen längeren Zeitraum überschritten werden.

Während der eigentlichen Fahrt sollte das kein Problem darstellen. In der prallen Sommerhitze können aber schon Pausen zum Verhängnis werden. Dem Gewächshausprinzip Tribut gezollt, heizt sich das Innere des Autos unwahrscheinlich schnell auf.

Nehmen Sie teuren Wein also lieber aus dem Auto, wenn Sie eine Pause machen. Bei längeren Zwischenstopps empfiehlt es sich den Wein mit ins Hotelzimmer zu nehmen, oder in einem Schliessfach, wie zum Beispiel am Bahnhof, zu deponieren. Schliesslich möchten Sie Zuhause ja noch Freude an dem Urlaubsbegleiter haben.

Endlich Zuhause

Sobald, nach einigen Tagen zurück im Alltag, das Nervenkostüm nach einem entspannenden Moment bettelt, greifen Sie zu Ihrem Urlaubswein. Der edle Tropfen sollte doch das Potenzial haben das Urlaubsfeeling zurück zu zaubern. Sie giessen den Wein in ein Glas. Setzen es voller Vorfreude an. Und dann: die Enttäuschung!

Aber wie kann das sein? Sie haben beim Transport doch alles richtig gemacht und auch dem Wein die nötige Ruhezeit nach der Reise gegeben!?

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Nun, die Antwort hierauf findet sich eventuell im Umgebungseinfluss. Vielleicht hat Ihnen der Wein ja auch deswegen im Urlaub so vorzüglich gemundet, weil die äusseren Bedingungen entspannend und Sie gelassen waren. All das ist Teil des idealen und stimmigen Genussmoments. Eine Schwalbe alleine macht eben noch keinen Sommer und der Wein alleine auch keinen Moment der Entspannung. Aber er trägt dazu bei!

Auf Weinmitbringsel aus dem Urlaub verzichten?

Egal wie gut Ihnen ein Wein im Urlaub schmeckt, die Bedingungen in heimischen Gefilden sind andere. Sie können schlichtweg nicht wissen, ob Sie Zuhause dieselben genussvollen Momente mit demselben Wein erzielen – ob Ihr Urlaubswein das Potenzial zum Alltagswein hat.

Das heisst aber nicht, dass Sie von vorneherein mit dem Urlaubsende auch dem Genuss des Urlaubsweins ein Ende setzen müssen. Oftmals macht es die moderne und vernetzte Welt allerdings überflüssig grosse Mengen an Wein mitzunehmen. Je nachdem woher Sie kommen, könnten dann auch bei der Verzollung hohe Gebühren anfallen.

Nehmen Sie doch einfach nur wenige Flaschen zum Probieren mit nach Hause. Wenn diese auch dann noch genauso gut schmecken, können Sie immer noch grössere Mengen zum Beispiel Online ordern. Bereits im Urlaub lässt sich einfach überprüfen, ob Ihr Favorit im Internet bestellbar ist.

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