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selection prämiert: Winzerinnen des Jahres

selection prämiert: Winzerinnen des Jahres
Copyright Weingut Harald Konrad Fehres

Folge 2, Katja Fehres, Weingut Harald Konrad Fehres, „Mosel Winzerin des Jahres 2018“

Wolfgang Hubert: Frau Fehres, wie kamen Sie dazu, Winzerin zu werden?

Katja Fehres: Ich bin im Weinbaubetrieb meines Vaters aufgewachsen, meine Mutter arbeitete als Grundschullehrerin, und schon als Kind wollte ich gerne Winzerin werden. Ich habe mir auch nie ernsthafte Gedanken über alternative Berufe gemacht. Wahrscheinlich, weil ich immer gerne mit meinem Vater oder den Großeltern im Weinberg war. Es war für mich selbstverständlich im Betrieb zu sein, mitzuhelfen und mich mit zu kümmern. Es war für mich auch immer klar, einmal den Betrieb von meinem Vater zu übernehmen, was ich dann im Jahr 2014 auch tat.

Als es nach der Schule ernst wurde, habe ich eine dreijährige Ausbildung zur Winzerin in den Betrieben Karl Veit, Mosel, und Kruger-Rumpf, Nahe, gemacht. Diese Zeit hat mich definitiv geprägt und dazu motiviert in Geisenheim zu studieren. Während meines Praxissemesters in Neuseeland wurde ich gefragt, wie wir es an der Mosel nur schaffen, diese besonderen Rieslingweine zu machen. Spätestens da wusste ich: „Alles richtig gemacht!“

Was reizt Sie besonders an diesem Beruf?

Katja Fehres: Der Beruf reizt mich, weil er so vielfältig ist und man in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig sein kann. Ich finde es schön, ein Produkt von Anfang bis Ende in der Entwicklung begleiten zu können.

Mit dem Rebschnitt legt man die Grundlage für die Qualität, die man erreichen möchte. Später arbeitet man im Weinberg daran, was man auch geschmacklich erreichen möchte. Sind die Trauben geerntet, kann man jeden Tag probieren, wie sich die Vorarbeit ausgewirkt hat. Mit der Ausstattung verleihe ich dem Wein noch mal eine persönliche Note. Die Bestätigung etwa durch die Kunden, weil ihnen die Weine gut schmecken, ist natürlich das i-Tüpfelchen vom Ganzen.

Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?

Katja Fehres: Ich möchte die Qualität der Weine weiter verbessern und den gesamten Betriebsablauf optimieren. Auch eine kleine Erweiterung der Rebfläche ziehe ich in Betracht, um etwas mehr Spielraum zu haben.

Welche Weine bevorzugen Sie und weshalb?

Katja Fehres: Als echtes Moselmädchen liegt mir der Riesling natürlich besonders am Herzen. Die Eleganz und Leichtigkeit, die in den Steillagenweinen im Vordergrund steht, ist einzigartig. Der Geschmack der Weine, etwa aus der Brauneberger Juffer/Juffer-Sonnenuhr, ist unverkennbar.

Grundsätzlich probiere ich gerne viele verschiedene Rebsorten aus allen Anbaugebieten, im Moment sind es die Weine der Burgundersorten.

Was war der Grund, bei unserem Wettbewerb teilzunehmen?

Katja Fehres: Ich wollte einfach wissen wo ich stehe und wie die Weine bewertet werden. Wettbewerbe spornen dazu an, sich weiter zu verbessern und es macht einfach Spaß, sich zu messen. Die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Ist man erfolgreich, hat man natürlich auch eine Neuigkeit, die man kommunizieren kann.

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