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Selection – Alexander Flick über lokale Spitzenweine

Selection – Alexander Flick über lokale Spitzenweine
Copyright Rheinhessenwein e.V.

Alexander Flick arbeitet seit 2008 im Familien-Weingut Flick in Bechtolsheim. Mit seiner Schwester Katharina stellt der 30-Jährige die jüngste von drei Generationen, die im Weinberg, Keller und Vertrieb zusammenarbeiten. Der Betrieb hat 21 Hektar Weinberge – nicht nur am heimischen Petersberg, sondern in ganz Rheinhessen.

Alexander Flick im Interview

„Im oberen Segment ist Rock’n Roll angesagt“

Rheinhessicher Wein bei Weinclub.com im Onlineshop

Die Region Rheinhessen hat in den vergangenen 20 Jahren bei Qualität und Renommee einen grossen Sprung nach vorne gemacht. Wie haben Sie und Ihre Eltern das erlebt?

In den 1990er Jahren, als es für Rheinhessen nicht gut aussah, wollten meine Eltern eigentlich die Weinberge verkaufen. Sie wurden sie aber nicht los. Aus heutiger Sicht kann man nur sagen: Zum Glück.

Was macht die neue Generation von Winzern in Rheinhessen anders als die davor?

Die jungen Winzer machen im Grunde nichts anderes, als alte Ideen neu zu denken. In den 1970er und 1980er Jahren dachte man, dass man im Keller mit Technik alles ausbügeln kann. Heute ist die Erkenntnis wieder zurückgekommen, dass die Qualität im Weinberg wächst, und dass im Keller so wenig wie möglich am Wein verändert werden sollte.

Aber man kann nicht nur originelle Spitzenweine machen, wenn man rentabel arbeiten will.

Natürlich muss man eine grosse Menge ordentlicher Basisweine anbieten, die das Geld verdienen. Aber im oberen Segment ist Rock’n Roll angesagt, das ist die Spielwiese, da wird ausprobiert. Bei den höheren Qualitäten, also Orts- und Lagenweinen, setzen wir auf Spontanvergärung. Dafür braucht man 100 Prozent sauberes Lesegut, das bekommt man nur mit Handlese. Winzer von heute haben auch ein anderes Selbstverständnis als die Elterngeneration: Man ist zwar auch Landwirt, im besten Sinne, denn es bedeutet, dass man sein Produkt begleitet, vom Anbau bis zum Kunden. Aber Winzer ist heutzutage auch ein Kreativberuf.

Sie haben in Geisenheim Weinbau auf Diplom studiert, Auslandssemester inklusive. Welche Stellung nehmen sie im elterlichen Betrieb ein?

Mein Vater sagt heute, er würde den Lehrplan seiner Ausbildung von damals den alten Lehrern am liebsten um die Ohren hauen. Da stand zum Beispiel nichts drin über Betriebswirtschaft oder Produktionsprozesse. Die Entscheidungen überlässt er deshalb lieber mir, weil er sieht, dass die Winzer-Ausbildung heute viel besser ist. Die jüngere Generation weiss, wie man Netzwerke pflegt und gutes Marketing betreibt. Das ist zum Beispiel etwas, was ich in meinem Austauschsemester in Neuseeland gelernt habe: Wenn man Erfolg haben will, muss man sichtbar sein.

Ist das auch ein Grund für Sie, bei der Selection Rheinhessen teilzunehmen?

Durch Selection Rheinhessen sind schon viele junge Winzer bekannt geworden. Deshalb sind wir seit 2010 dabei. Gerade Verkostungs-Events wie die Rheinhessen-Städtetour sind immens wichtig, um sich einem grösseren Interessentenkreis vorzustellen. Für uns ist es ein Teil des Marketing-Konzepts.

Über 4.000 ausgesuchte Weine bei Weinclub.com

Über die Autorin

Alice Gundlach arbeitet seit 2005 als Journalistin, seit 2011 ist sie freie Autorin mit den Schwerpunkten Wein und Food. Davor schrieb sie schon als angestellte Redakteurin regelmässig über Weinthemen.

Sie ist spezialisiert auf die Weinregionen Deutschlands und Italiens.

Kommentare

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Alex. Schilling

Alexander Flick? Aus der so genannten zweiten Reihe in Rheinhessen, gemessen am Inhalt ziemlich weit vorn:

http://www.derweinblog.de/flick-winzerfamilie-weinblog/

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