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Das Trentino – der schönste Weingarten Europas

Das Trentino – der schönste Weingarten Europas
Copyright Consorzio (Stefano Masotto)

Das Trentino? Liegt da nicht der Gardasee? Ja. Doch das Trentino hat wahrlich mehr zu bieten als das pittoreske Blau. Hier findet man eines der nördlichsten Weinanbaugebiete Italiens. Und eines, das viele faszinierende Facetten zu bieten hat.

Es ist so nah und manchmal doch so fern. Zumindest was den Kopf angeht. Fast jeder von uns war bereits im Trentino. Manchmal ganz unwissentlich. Der Besuch am grandiosen Gardasee – umgeben von einer magischen Bergwelt und vielen sattgrünen Weinstöcken. Oder die Durchfahrt von Südtirol ins sonnenverwöhnte Landesinnere Italiens.

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Ja, dabei sind Sie durch das Trentino gefahren. Doch eines sei gesagt: Eine Rast lohnt sich. Nicht nur wegen der atemberaubenden Bergwelt, der charmanten Mischung zwischen dem (historisch bedingt) Deutsch-Österreichischen und dem Mediterranen Italiens oder der abwechslungsreichen guten Küche. Es sind vor allem die Weine des Trentinos, die für genussvolles Entdeckungspotential stehen.

Tradition trifft auf beste Bedingungen

Das Trentino bietet eine facettenreiche Vielfalt was Natur und Wein angeht
Das Trentino bietet eine facettenreiche Vielfalt was Natur und Wein angeht

Dabei ist Wein im Trentino keine neue Erfindung. Mit seiner 3.000 Jahre alten Tradition gehört es zu den ältesten Weinanbaugebieten Mitteleuropas. Früh erwarben fränkische und bayerische Klöster hier Anbaugebiete. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die teils bis heute Erfolg verzeichnet. Dass die Trauben hier so wunderbar gedeihen, verdanken Sie dem einzigartigen Klima: Kühle Luft aus den Alpen trifft auf die milden Strömungen des Mittelmeers – und warme Tagestemperaturen auf kühle Nächte.

Dazu kommen die vielen einzelnen Mikroklimata, die im Trentino nah beieinander liegen – und dabei die Trauben so unterschiedlich beeinflussen: Die Weingärten erstrecken sich von den malerischen Ufern es Gardasees bis hin zu den steilen Hangterrassen des Valle di Cembra.

Vielfalt – das ist im Trentino wahrlich ein geflügeltes Wort mit facettenreicher Bedeutung. Denn auch die unterschiedlichen Bodenqualitäten prädestinieren den Weinanbau: Neben Kalkböden, Lehmböden und Schotter, bilden vor allem Dolomitgestein sowie eiszeitliche Verwitterungsböden die Grundlage für die qualitativ hochwertigen Weine des Trentino.

Spitzenweine aus Spitzentrauben

Da wundert es auch nicht, dass im Grenzland zu Südtirol herausragende Qualität in die Flaschen abgefüllt wird. 85 Prozent aller Trentiner Weine tragen die adelnde D.O.C.-Ursprungsbezeichnung. Damit liegt die Region – im Vergleich mit dem restlichen Italien – an der Spitze.

Auf etwa zwei Drittel der 10.000 mit Reben bestockten Hektar, gedeihen Weissweinrebsorten wie u.a. Pinot Grigio, Chardonnay, Müller Thurgau, Gewürztraminer, Sauvignon Blanc und die autochthone Rebsorte Nosiola. Das letzte Drittel füllt sich u.a. mit dem regionalen Teroldego, Merlot, Schiava, Marzemino, Cabernet Sauvignon und Lagrein.

Auch vor den Strukturen der Weinbaubetriebe macht die Vielfältigkeit nicht Halt, denn fast 70 Prozent der regionalen Winzer besitzen Weinanbauflächen von weniger als einem Hektar. Was dazu führt, dass die Grosszahl der Trentiner Weinproduktion letztlich in den Händen von Kellereigenossenschaften und einem grossen Konsortium liegen.

Doch es gibt auch einige – wenn auch im Verhältnis wenige Winzer – die genug Rebfläche besitzen, mit der es sich lohnt kreativ und passioniert eine eigene Handschrift in die Flaschen zu füllen. Zu ihnen gehören auch die 30 Grappa-Brennereien und 41 Spumante-Produzenten.

Die magischen Perlen des Nordens

Hier stösst man an das besondere Herzstück des Trentinos: den Trentodoc. Auch wenn der französischen Champagne der Vorzug bleibt, ihre Flaschenvergärungen mit dem weltberühmten Titel „Champagner“ zu adeln, gibt es längst andere Regionen, die wunderschöne, aussagekräftige und frischere Vertreter der klassischen Flaschenvergärung (der Metodo Classico) hervorbringen.

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Eben diese besonderen Perlen des Trentinos werden mit dem gebietsgeschützten Namen „Trentodoc“ geadelt. Und damit sprechen wir von immerhin etwa 40 Prozent der italienischen Spumante, die nach der Metodo Classico produziert werden. All dies sind Gründe, warum Sie das Trentino als Weinregion mit Leichtigkeit erobern wird. Denn schliesslich wusste Goethe bereits um das vinophile Potential dieser Region. Er war der Meinung, das Trentino sei der „schönste Weingarten Europas“.

Weitere Informationen unter: www.vinideltrentino.com.

Über die Autorin

Es gibt sie ganz selten. Doch Anja Hanke hat das grosse Glück zu ihnen zu gehören: Den Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten.

Sie liebt gutes Essen, handgefertigte Weine, erlesene Produkte und diese Verbindung an den verschiedensten Orten dieser Welt einzufangen – und für ihre Leser genussvoll aufzubereiten.

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