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Das idyllische Südtirol – Einzigartigkeit in der Flasche

Das idyllische Südtirol – Einzigartigkeit in der Flasche
Copyright Südtirolwein/Clemens Zahn

Es ist das kleinste Weinanbaugebiet Italiens – Südtirol – und dennoch eines, an dem Kenner und Geniesser in keinem Fall vorbeikommen. Denn ob grosse Genossenschaft oder kleiner Manufaktur-Weinbauer – sie alle haben nur ein Ziel: Die Einzigartigkeit ihres Landes in die Flasche zu bannen.

Lang zieht sich die Strasse über den Brenner bis ins Trentino hinunter. Rechts und links von ihr ragen alpine Gesteinsriesen empor, in deren Sohlen kleine Orte liegen. Wer einmal durch Südtirol gefahren ist, der weiss zwei Dinge. Erstens: Wer die Autobahn verlässt und sich in die Seitentäler begibt, wird so manch spannende Entdeckung machen. Zweitens: Eine davon wird im Weinglas zu finden sein.

Enorme Vielfalt – nicht nur im Glas

Obwohl 60 Prozent der 740.000 Hektare, die das kleine Alpenland umfasst, über 1.600 Meter liegen und sich so manch zartes Pflänzchen in diesen Höhenlagen schwer tut, steht Südtirol vor allem für eines: ausgezeichnete Weine jeder Couleur. Denn wer an Südtiroler Weine denkt, dem fällt vor allem ein Wort ein: Vielfalt. Vom Südtiroler Sekt, der gern auch mal aus der höchstgelegenen Sektkellerei Europas – Arunda in Mölten – kommen darf, bis hin zum Süsswein. Auf der kleinen Distanz von 5.300 Hektare Rebfläche gibt es wahrlich alles, was das Weinkennerherz höher schlagen lässt.

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Diese Vielfalt Südtirols ist jedoch nicht nur in den Weinfarben ausgeprägt, sie zeigt sich auch geologisch, klimatisch und wirtschaftlich. Durch die steilen Höhenlagen so mancher Rebfläche und die enorme Abwechslung durch die Verästelung in die einzelnen Seitentäler, ergibt sich ein wahres Kaleidoskop an Möglichkeiten, mit dem die Winzer es durchaus verstehen, meisterlich zu spielen.

Selten findet man auf einer so kleinen Fläche eine derart ausgeprägte Vielfalt unterschiedlicher Bodenbeschaffenheiten. Vom vulkanischen Porphyr (Meran, Bozen, Kaltern) über verwitterte Urgesteinsböden aus Quarz und Glimmer (Eisacktal), Kalk- und Dolomitgestein (Unterland) bis hin zum sandigen Mergel (südlich von Kurtatsch) reicht das breite Boden-Spektrum Südtirols, sodass jede Rebsorte den geeigneten Untergrund findet.

Beste Bedingungen für traditionelle Weinkunst

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Traumhafte Landschaften im beschaulichen Südtirol

Im Norden des Landes schonen die Alpen die Südtiroler Weinberge vor kalten Winden. Im Süden hingegen öffnet sich der Talkessel, sodass die mediterranen Strömungen vom Gardasee und dem Mittelmeer kommen, die Reben verwöhnen. Hinzu kommt das milde, alpinkontinentale Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr, und die grossen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die Frische und belebende Aromen in das Traubengut tragen.

Doch auch die Weinbetriebe zeigen sich von ganz unterschiedlicher Seite. In Südtirol verschmelzen Genossenschaften mit freien Weingütern und über 100 kleinen Weinhöfen, die noch alles selbst und meist von Hand machen. Doch sie alle haben nur ein Ziel: Die Einzigartigkeit dieser besonderen Region und der Trauben bestmöglich (98,8 Prozent der Weine sind DOC geprüft) im Glas zu präsentieren.

Nicht selten zählen Südtiroler Weine zu den besten Weinen Italiens. Aktuell gibt es allein 27 Weine, die im Gambero Rosso – Italiens wichtigstem Weinführer – die Höchstbewertung von drei Gläsern erhalten haben. Darunter 18 Weissweine, was die starke Tendenz zur primären Weinfarbe der norditalienischen Region deutlich macht. Sie liegt klar im Weisswein. Hier zeigen sich die autochthone Rebe Gewürztraminer und der internationale Sauvignon Blanc von einer ganz besonderen Seite.

Doch in den vergangenen Jahren wird mehr und mehr auf Weissburgunder gesetzt. Vom einfachen Wein bis zum grossen Gewächs zeigt diese Traube hier sehr eindrucksvoll zu welchem Potential und Ausdruck sie fähig ist.

Rote Weine und Tiroler Behaglichkeit

Bei den Rotweinen stehen Blauburgunder und die regionalen Reben Vernatsch und Lagrein im Vordergrund und entwickeln unter den klimatischen Bedingungen Südtirols oftmals einzigartige Ausdrücke. Insgesamt werden in Südtirol allerdings rund 20 verschieden Rebsorten angebaut.

Wer sich hier auf eine kleine Weinrundreise begibt, wird begeistert sein, von dem was er im Glas aber auch menschlich erlebt. Denn Südtirol zeigt einmal mehr ein Phänomen auf, das weltweit fasziniert: Wein ist immer das Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur.

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Sehr schön zeigt sich das in der Gastlichkeit der Südtiroler bei einer Brettljausen auf einer der unzähligen und guten Berghütten. Dazu ein Glas vom herrlich leichten Vernatsch. Doch auch die regionale Spitzengastronomie setzt klar auf die Weine aus dem eigenen kleinen Land. Denn der Südtiroler weiss, dass er sich hinter den grossen Weinregionen dieser Welt nicht verstecken muss. Südtirol mag als Weinland zwar klein sein, aber auf jeden Fall „oho“.

Über die Autorin

Es gibt sie ganz selten. Doch Anja Hanke hat das grosse Glück zu ihnen zu gehören: Den Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten.

Sie liebt gutes Essen, handgefertigte Weine, erlesene Produkte und diese Verbindung an den verschiedensten Orten dieser Welt einzufangen – und für ihre Leser genussvoll aufzubereiten.

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